Mythen über Marx

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Autor_innenkollektiv
Mythen über Marx
Die populärsten Kritiken, Fehlurteile und Missverständnisse
Kapital & Krise 4

136 Seiten
Paperback, 10,5 x 14,8 cm
Artikelnummer 978-3-86505-748-8
Erschienen im April 2018

200 Jahre Karl Marx, 150 Jahre Das Kapital, 100 Jahre russische Revolution – anlässlich der Jubiläen erscheinen fast täglich Einschätzungen und Kommentare zum Werk des großen Denkers. In der Regel wird Marx kritisiert und verworfen. Und wenn er gewürdigt wird, dann nur mit einer gewissen gönnerhaften Nachsicht. Schließlich sind sich fast alle einig: Marx hat zumeist falsch gelegen. Er hat den Untergang des Kapitalismus prophezeit, heißt es. Sein Werk beschreibe nur eine bestimmte historische Phase und beruhe auf einer überholten Arbeitswertlehre. Marx wollte alles verstaatlichen, er habe die Unterdrückung und Ausbeutung von Frauen ebenso ignoriert wie die ökologische Frage und stattdessen den industriellen Fortschritt verherrlicht.
Einige dieser Urteile sind zumindest fragwürdig, manche schlicht falsch, andere Kritiken treffen einen wunden Punkt. So geläufig vielen der Name Marx ist, so unbekannt ist oftmals sein Werk. Der vorliegende Band will in knapper und leicht verständlicher Form für Aufklärung sorgen und dafür werben, sich mit Marx´ Theorie zu beschäftigen. Hat er wirklich die fortschreitende Verelendung der Arbeiter∗innen prophezeit? Gibt es heute keine Klassen und keine Ausbeutung mehr? Führt ein direkter Weg von seiner Theorie zum Gulag? Ob und inwieweit Marx doch richtig lag, ist nicht bloß von historischem Interesse. Denn die Haltung zu seinen Analysen spaltet heute noch die politischen Lager in aller Welt. Und anhand von Marx´ Werk wird noch immer die Frage diskutiert: Ist eine andere Welt möglich?
Das Autor_innenkollektiv: Valeria Bruschi, Jakob Graf, Charlie Kaufhold, Anne-Kathrin Krug, Antonella Muzzupappa und Ingo Stützle.

Leseproben

Pressestimme

  • »Marx hat viele Texte hinterlassen und seine Gedanken oft revidiert. Allein deswegen kann das Buch die Frage ›Hatte Marx recht?‹ nicht abschließend beantworten. Aber das ist kein Mangel. Denn die heiße Frage ist ja nicht, ob Marx unfehlbar war. Sondern ob der Kapitalismus eine feine oder zumindest alternativlose Sache ist. Dazu hat Karl Marx einiges gesagt, mit dem man sich beschäftigen sollte. Dieses Buch lädt dazu ein.« (Stephan Kaufmann, der Freitag)
  • Interview auf Radio Corax
  • Ausführliche Besprechung von Frank Engster auf marx200.org
  • »Nicht jeder wird sich auf die umfangreiche Marx-Literatur stürzen wollen – wohl aber ein paar aktuelle Fragen haben. Dafür empfiehlt sich das Büchlein ›Mythen über Marx‹, verfasst von einem ›Autor_innenkollektiv‹ marxistischer Provenienz. Sei’s drum; das Büchlein, das Fragen in Aussageform wie ›Es gibt keine Klassen mehr‹ formuliert und ohne längliche Zitierung von geheiligten Marx-Sentenzen beantwortet, sorgt zumindest für erste Aha-Erlebnisse – etwa jenes, dass das Kollektiv bei Fragen wie nach dem ›Untergang des Kapitalismus‹ ins Schleudern gerät. Samt einem nur mit Humor zu nehmenden Verweis auf die ›Blauen Bände‹ der DDR-Marx-Engels-Ausgabe: ›MEW 23: 657 Fn 77c‹. Jetzt schnell mal nachschlagen!« (Bernhard Schulz, Der Tagesspiegel)
  • »Man könnte drei Hoffnungen aussprechen: Erstens, dass es nicht bloß jene sind, die ohnehin auf eine möglichst umfassende Vollständigkeit in ihrer Marx-Bibliothek achten und denen ›Mythen über Marx‹ dann vielleicht für ein oder zwei Fußnoten in einem eigenen Text taugt. Zweitens, dass das Buch vielleicht eine verbindende Funktion hat, die Leute zusammenbringt, die sonst praktisch nicht miteinander reden, vor allem nicht über Marx – also die politisch Interessierte, der akademische Marxologe, der konservative Kritiker, der liberale Skeptiker. Denn das prägte die 200-Jahr-Feierlichkeiten: Alle blieben mehr oder minder in ihren Echokammern unter sich. Die dritte Hoffnung: Dass man sich an das Mythen-Büchlein wieder erinnert, wenn die nächste große Marx-Welle durchs Land zieht. Denn gegen eine medial beförderte Bewässerung des geistigen Humus zum Zwecke des besseren Wachstums von Kritik ist ja nichts einzuwenden. Selbst wenn es erst ›Mythen sein‹ mögen, die das Interesse wecken.« (Tom Strohschneider, Neues Deutschland)

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