Film als Forschungsmethode

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Delia González de Reufels / Rasmus Greiner / Stefano Odorico / Winfried Pauleit (Hg.)
Film als Forschungsmethode
Produktion – Geschichte – Perspektiven
160 Seiten, 115 Fotos
Paperback, 16,8 x 22 cm
Artikelnummer 978-3-86505-258-2
Erschienen im April 2018

Die Idee, Film als Forschungsmethode zu nutzen, ist so alt wie das Medium selbst. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts diente den Brüdern Lumière ihr Kinematograph zu naturwissenschaftlicher und medizinischer Forschung. Siegfried Kracauer wiederum verortete den Film im Grenzbereich zwischen Wissenschaft und Kunst. Seit einiger Zeit hat sich in der Filmwissenschaft das »Video-Essay« etabliert, das die klassisch schreibende Tätigkeit des Faches audiovisuell erweitert. Diese kleine Form des forschenden Films und ähnliche Ansätze zielen nicht nur auf eine Ästhetisierung von Wissenschaft, sondern auch auf eine Kritik wissenschaftlich-medialer Beobachtung.
Die Beiträge loten aus, wie mit Film heute und in der Vergangenheit forschend gearbeitet wird und wurde. Es geht um filmische Produktionsforschung, das Verhältnis von Film und Geschichtswissenschaft sowie um Denkansätze, die eruieren, wie Räume und Orte filmisch erschlossen werden können. Reflexionen über ästhetische, ethnografische und dokumentarische Verfahren werden von Überlegungen zur Methodologie des wissenschaftlichen Films und zum Verhältnis von Naturwissenschaft und Geschichte begleitet. Im Mittelpunkt steht hierbei die Frage, wie Film zur Aneignung und zur Sichtbarmachung dient, aber auch, wie er Methode einer sinnlichen Philosophie und Ausgangsort für Expeditionen sein kann.

Mit Beiträgen von: Alejandro Bachmann, Philipp Blum, Philip Cartelli, Paolo Favero, Lily Ford, Dennis Göttel, Martin Gruber, Eva Knopf, Sven Kramer, Natalie Lettenewitsch, Sylvie Lindeperg, Vrääth Öhner, Katrin Pilz, Ramón Reichert, Catherine Russel, Lena Stölzl, Thomas Weber.

Leseproben

Die Herausgeber

  • Delia González de Reufels ist Professorin für Geschichte Lateinamerikas am Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bremen. Sie lehrt und forscht zur Geschichte des amerikanischen Doppelkontinents im 19. und 20. Jahrhundert. Inhaltliche Schwerpunkte liegen unter anderem auf der Migrationsgeschichte und der Geschichte des Militärs im Cono Sur. Regionale Schwerpunkte liegen auf Mexiko und Chile sowie auf Haiti. Jüngst erschienen: »Dieses heroische Volk verdient unsere Liebe. Deutungen der demografischen Entwicklung Haitis und die Anfänge der haitianischen Familienplanung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts«, in: Thomas Etzemüller (Hg.): Vom »Volk« zur »Population«. Formen der interventionistischen Bevölkerungspolitik in der Nachkriegszeit (2015), »¿Estado en vilo? el noroeste de la República de México y la (in-)seguridad del territorio nacional a mitad del siglo XIX«, in: Mónika Contreras u.a. (Hg.): Gobernanza y Seguridad. La conquista republicana de las fronteras latinoamericanas en el siglo XIX (2014); Expert Knowledge in Latin American History. Local, Transnational, and Global Perspectives (Hg. mit Stefan Rinke, 2014).
  • Rasmus Greiner ist Filmwissenschaftler (Postdoc) an der Universität Bremen. Im BMBF-Projekt Audiovisuelle Histosphären erforscht er das Modellieren, Erfahren und Reflektieren von Geschichte im fiktionalen Film. Weitere Forschungsschwerpunkte umfassen: Audio History des Films, Genre Studies, Science-Fiction-Kino sowie Krieg und audiovisuelle Medien. Zu seinen Publikationen zählen: »Audio History des Films. Sonic Icons – Auditive Histosphäre –Authentizitätsgefühl« (zus. mit Winfried Pauleit und Mattias Frey, 2018) und »Die neuen Kriege im Film« (2012). Er ist Mitherausgeber der Bücher: »Reality Unbound. New Departures in Science Fiction Cinema« (2017), »Die Zukunft ist jetzt. Science-Fiction-Kino als audio-visueller Entwurf von Geschichte(n), Räumen und Klängen« (2016) und »Film und Geschichte. Produktion und Erfahrung von Geschichte durch Bewegtbild und Ton« (2015).
  • Stefano Odorico ist Reader an der Leeds Trinity University. 2011 erhielt er sein PhD am University College Cork (Irland). Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich von: Film- und Medientheorie, Theorien der Film- und Medienpraxis, Dokumentationen, Interactive Documentary, Visuelle Anthropologie, New media, Digital Humanities und Trans-media.
  • Winfried Pauleit ist Professor an der Universität Bremen mit den Arbeitsschwerpunkten Film- und Medienwissenschaft sowie Leiter des ZeMKI Forschungslabs Film, Media Art, and Popular Culture. Seit 2006 ist er zudem wissenschaftlicher Leiter des Internationalen Bremer Symposiums zum Film. Außerdem ist er Gründer und Co-Herausgeber der Internetzeitschrift nachdemfilm.de sowie Herausgeber der der Bremer Schriften zur Filmvermittlung.
    Letzte Publikationen: »Kino und Kindheit. Figur – Perspektive – Regie« (Hg. mit Bettina Henzler, 2017). »Reality Unbound. New Departures in Science Fiction Cinema (Hg. mit Aidan Power, Delia González de Reufels, Rasmus Greiner, 2017). »Reading Film Stills. Analyzing Film and Media Culture« (E-Book, 2015), »Die Filmarbeit von Laura Mulvey und Peter Wollen zwischen Counter-Strategie und Dekonstruktion« (Kritisch-historische DVD-Edition: Laura Mulvey / Peter Wollen: RIDDLES OF THE SPHINX & AMY!, 2013).

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