Future Sex in Queertopia

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Georg Seeßlen
Future Sex in Queertopia
Sex-Fantasien in der Hightech-Welt III
Sexual Politics 4

212 Seiten, 51 Fotos
Paperback, 10,5 x 14,8 cm
Artikelnummer 978-3-86505-713-6
Erschienen im April 2012

Die posthumane Zukunft hat schon begonnen: Menschen werden immer weiter umgebaut, verbessert, verschönert (mehr oder weniger), sie werden maschinell, pharmakologisch und chirurgisch in den Nach-Menschen verwandelt, sie sollen immer gesünder, jünger und attraktiver erscheinen, und was mit Anti-Aging-Cremes beginnt, soll mit dem perfekten Menschendouble enden. Maschinenwesen, denkende Roboter, lebende Computerprogramme, Klone, Androiden, gentechnisch veränderte, alters- und leidenslose, transhumane Lebewesen, wie immer sie auch ausschauen, eher Monster oder eher Supermensch, irgend etwas und irgend jemand kommt da in der Zukunft, was mehr als Mensch ist. Und man weiß nicht so recht, ob diese Wesen asexuell, hypersexuell oder metasexuell sein werden.

Von dem Tag an, da Frankensteins Braut sich in ihren Schöpfer verliebte, entwickelte sich eine lange Reihe der grotesken, gefährlichen und hier und da poetischen Liebesgeschichten zwischen Menschen und Post-Menschen, zwischen Körper und Maschine, zwischen Wirklichkeit und Simulation. Zweifellos verschwinden die sexuellen Impulse nicht, wenn der Mensch nicht mehr vom Weibe, sondern in den Labors geboren wird. Nur: Wohin damit? Das Bildnis des sexuellen Post-Menschen wird aus Begehren und Angst zusammengesetzt. Langweilig ist das nicht.

Die populäre Kultur hat also schon lange damit begonnen, sich Bilder zu machen vom Post-Menschen mit seinen Konflikten zwischen dem Maschinellen und dem Sexuellen. Wird sich der neue Mensch noch verlieben können? Wird es Mischehen zwischen Menschen und sexy Robots geben? Können Post-Menschen, deren Gehirne durch interne Festplatten erweitert sind, sich sexuelle Identitäten programmieren lassen? Kippt die gute alte Sexualität bei der einen oder anderen »Spezies« in bloße Fress- und Zerstörungslust? Und wie erotisch ist eigentlich dieses Menschenbasteln, von dem die Wissenschaftler in der Fiktion wie in der Wirklichkeit besessen scheinen? Sind romantische Vampire die besseren Liebhaber? Hat Lara Croft Stalker? Kann man noch Sex haben, wenn keine Kamera eingeschaltet ist? Was ist noch »echt« an Deutschlands neuestem Supermodel.

Ein Streifzug durch die populäre Mythologie, von der Science-Fiction zum Porno, vom Videogame zum Trash-Fernsehen, von der sexuellen Prothese zur Fickmaschine, von der Wissenschaft zum Märchen (und zurück).

Leseproben

Der Autor

  • Georg Seeßlen, geboren 1948, Publizist. Texte über Film, Kultur und Politik für Die Zeit, Der Spiegel, taz, konkret, Jungle World, epd Film u.v.a. Zahlreiche Bücher zum Film und zur populären Kultur, u.a.: »Martin Scorsese« (Reihe film: 6); »Quentin Tarantino gegen die Nazis. Alles über INGLOURIOUS BASTERDS«; »Blödmaschinen. Die Fabrikation der Stupidität« (zusammen mit Markus Metz); »Tintin, und wie er die Welt sah. Fast alles über Tim, Struppi, Mühlenhof & den Rest des Universums«; »Sex-Fantasien in der Hightech-Welt« (3 Bände) und »Das zweite Leben des ›Dritten Reichs‹. (Post)nazismus und populäre Kultur« (3 Bände).

Pressestimmen

  • Interview mit Georg Seeßlen zu den Bänden Sex-Fantasien in der Hightech-Welt auf Telepolis.
  • »Seeßlens Trilogie ist höchst unterhaltsam zu lesen, temperamentvoll und scharfsinnig geschrieben, und wartet mit interessanten Details auf, die sich logisch ins Ganze fügen. Die Leidenschaft des Autors für sein Sujet ist offensichtlich. Ein Prädikat, das nicht allzu viele kulturanalytische Texte für sich beanspruchen können.
    Die systematische und souveräne Beschreibung der Transformation des sexuellen Diskurses ist erhellend, nachvollziehbar und dank des kritischen Ansatzes des Autors nie eindimensional. Seeßlen ist mit seiner Trilogie Sex-Fantasien in der Hightechwelt I, II & III der Zeit voraus und doch – und es ist die bemerkenswerteste Leistung dieses Textes, das vor Augen zu führen – mitten drin in der posthumanen Gegenwart.« (:Ikonen: Magazin)

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