Uncle Tom’s Cabin

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Harriet Beecher Stowe
Uncle Tom’s Cabin
ORIGINAL+UNGEKÜRZT
(Onkel Toms Hütte)
Englische Originalfassung
Vollständige Lesung plus PDF-Textdatei
Sprecher: Buck Shirner
2 mp3-CDs, 1100 Minuten
Artikelnummer 978-3-86505-549-1
Erschienen im Dezember 2008

»So this is the little lady who started this big war.« Ob Lincoln das wirklich über die Autorin gesagt hat, ist nicht belegt. Doch zweifellos spielte ihr leidenschaftliches Plädoyer gegen die Sklaverei im Vorfeld des Bürgerkriegs eine wichtige Rolle. Der berühmte Roman erzählt spannend und mitreißend die Geschichten des Sklaven Tom, der im tiefen Süden in die Hände eines brutalen Plantagenhändlers gerät, und der Sklavin Eliza, die mit ihrer Familie in den Norden flieht.

Wenn je ein literarisches Werk unmittelbare politische Wirkung hatte, dann dieses. Das 1852 erschienene Buch bewirkte in den Nordstaaten der USA einen Stimmungsumschwung zugunsten der Sklavereigegner; in den Südstaaten wurde es dagegen heftig bekämpft, bis zum Kriegsausbruch entstanden dort 27 Anti-Onkel-Tom-Romane. Beecher-Stowe kritisierte nicht nur Missstände, sondern das System der Sklaverei selbst. Figuren wie der Sklavenhändler Haley, der sich selbst als Humanist bezeichnet, entlarvten exemplarisch die Scheinheiligkeit einer Gesellschaft, die ihre christlichen und demokratischen Wurzeln pries und zugleich Menschenhandel betrieb. Der literarische Rang des Romans wurde dabei lange unterschätzt, die Story als sentimental und unrealistisch abgetan. Inzwischen gelten die Figurenzeichnung und die satirischen Elemente als durchaus mit Dickens vergleichbar. Freilich blieb das Buch, vor allem für die afroamerikanische Literatur, auch immer Stein des Anstoßes: Bei allen guten Absichten entspricht die Darstellung der Schwarzen rassistischen Stereotypen, und der Name der ihr Leid demütig ertragenden Hauptfigur ist für viele Schwarze bis heute ein Reizwort, das für ein Sich-Abfinden mit dem Unrecht steht.

Die Hörbuchreihe ORIGINAL + UNGEKÜRZT präsentiert Klassiker und Meisterwerke der Weltliteratur, und zwar in der englischen Originalfassung, an die selbst gute Übersetzungen nicht heranreichen können. Hervorragende, teils mehrfach ausgezeichnete Sprecher lassen Stil und Atmosphäre der Originale lebendig werden. Ausnahmslos werden die Werke in voller Länge gelesen: Es gibt keine Kürzungen und Verfälschungen, wie man sie gerade bei Klassikern häufig findet. Wo möglich, folgen die Lesungen dem Text wissenschaftlicher Editionen. Dank des mp3-Formats passen die bis zu 15-stündigen Lesungen auf nur eine CD. Als Bonus gibt es den kompletten Originaltext als PDF-Datei. Verweise auf die Audiotracks in der PDF-Fassung ermöglichen bequemes Mit- oder Nachlesen, und die Einteilung der Lesung in kurze Tracks von 5 Minuten erlaubt schnelles Navigieren.

Buck Schirner lebt in Philadelphia und arbeitet als Theater- und Filmschauspieler sowie als Radio- und TV-Sprecher. Er hat zahlreiche Hörbücher von Hawthorne und Dickens bis Dean Koontz eingesprochen.

Hörprobe

Dier Autorin

  • Harriet Beecher Stowe, geb. Beecher: Die 1811 in Connecticut geborene Schriftstellerin zog 1832 mit ihrer Familie nach Cincinnati und somit in das Zentrum eines gärenden Konflikts: Die Stadt lag an die Grenze zwischen dem Sklavenstaat Kentucky und dem sklavenfreien Ohio. Als sie 1850 mit ihrem Mann, dem Theologieprofessor Calvin Stowe, nach Maine zurückkehrte, war die politische Lage schon im ganzen Land sehr angespannt. Ihr Roman »Uncle Tom’s Cabin« entstand als direkte Reaktion auf das »Fugitive Slave Law «(1850), das Bewohner sklavenfreier Staaten verpflichtete, geflohene Sklaven an ihre »Besitzer« zurückzugeben. Der Roman machte sie zu einer international gefragten Persönlichkeit, Queen Victoria persönlich empfing sie auf ihren triumphalen Europareisen, und mehr als eine halbe Million europäischer Frauen unterschrieben einen Brief zu ihren Händen. Bei alledem ist fast vergessen, dass Beecher Stowe auch einer der bedeutendsten Regionalschriftstellerinnen Neuenglands war. In ihren Gesellschaftsromanen untersuchte sie Ehe und Geschlechterrollen, politisch setzte sie sich für das Frauenwahlrecht ein. Sie starb 1896 als hochgeehrte Persönlichkeit in ihrem Haus in Hartford.

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