Spanien – Eine politische Geschichte der Gegenwart

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Raul Zelik
Spanien – Eine politische Geschichte der Gegenwart
240 Seiten
Paperback, 12,5 x 19,5 cm
Artikelnummer 978-3-86505-744-0
Erschienen im Juni 2018

Die Demokratisierung Spaniens nach dem Ende der Franco-Diktatur gilt als europäische Erfolgsgeschichte. Doch die Wirtschaftskrise ab 2008, die Protestbewegung der indignados, die katalanischen Unabhängigkeitsbestrebungen und die Korruptionsskandale der Volksparteien PP und PSOE haben deutlich gemacht, dass Spaniens Modernisierung sehr viel widersprüchlicher verlaufen ist.

Der Staatspakt von 1978 ließ die Macht der franquistischen Eliten weitgehend unangetastet. Die rasante Wirtschaftsentwicklung der 1990er Jahre beruhte fast ausschließlich auf Tourismus, Bauboom und Immobilienspekulation. Föderale und republikanische Reformen, die die Spannungen zwischen Zentralstaat und Peripherie abbauen könnten, sind innerhalb des Verfassungsrahmens kaum möglich. Und schließlich war in den letzten Jahren auch ein massiver Demokratieabbau zu beobachten.

Obwohl es Spanien heute wirtschaftlich wieder besser geht, dauert die politische Krise weiter an. In diesem Buch werden die Ursachen dafür analysiert und die wichtigsten Akteure des Protests der letzten Jahre vorgestellt: die indignados, die Linkspartei Podemos, die kommunalen Bürgerlisten von Barcelona und Madrid sowie die Unabhängigkeitsbewegungen Kataloniens und des Baskenlands.

Leseproben

Der Autor

  • Raul Zelik ist Politikwissenschaftler und arbeitet seit 1996 als freier Autor. 2009 wurde er zum Professor für internationale und vergleichende Politik an die Nationaluniversität Kolumbiens berufen, kehrte aus familiären Gründen jedoch 2013 nach Deutschland zurück. Mit den politischen Konflikten in Spanien beschäftigt sich Zelik seit Mitte der 1980er Jahre. 2007 veröffentlichte er den viel beachteten Baskenland-Roman Der bewaffnete Freund (Blumenbar, Berlin); sein Sachbuch Continuidad o Ruptura (Capitán Swing, Madrid), das die neuen sozialen und politischen Bewegungen auf der iberischen Halbinsel analysiert, wurde auch in Spanien viel diskutiert. Der Autor begleitete die Gründung der spanischen Linkspartei Podemos und der offenen kommunalen Listen ab 2014 aus nächster Nähe und gilt als einer der besten Kenner der Nationalitätenkonflikte Spaniens im deutschsprachigen Raum.

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