Verdrahtet

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Jens Schröter
Verdrahtet
THE WIRE und der Kampf um die Medien
Kultur & Kritik 6

112 Seiten, 56 Fotos
Paperback, 10,5 x 14,8 cm
Artikelnummer 978-3-86505-714-3
Erschienen im August 2012

THE WIRE gehört zum neuen, von der Kritik hochgelobten Quality-TV und gilt vielen Kommentatoren als die »greatest TV-show ever made«. Die FAZ feierte die von 2002 bis 2008 ausgestrahlte Serie mit einem ziemlich kühnen Vergleich als einen »Balzac für unsere Zeit«: »Im urbanen Mikrokosmos Baltimore entsteht ein hochdifferenziertes Bild der sozialen Wirklichkeit Amerikas.« Es geht um die soziale Verelendung der vom Kapital verlassenen amerikanischen Großstädte, die daraus erwachsende Schattenwirtschaft der Drogenkriminalität und ihre Folgeprobleme, die Hilflosigkeit und Korruption von Politik und Polizei, den virulenten Rassismus und einiges mehr. Ein Aspekt von THE WIRE ist bislang indes kaum thematisiert worden: die ständige Auseinandersetzung, ja der Kampf zwischen organisierter Kriminalität und Polizei um die Medientechnologien. Schon der Titel der Serie ist bezeichnend: »wire« (dt: Draht, Kabel, Leitung) verweist auf das Telefon, andere elektronische Kommunikationsmittel und Abhörgeräte.

Die kleine Studie zeigt, dass THE WIRE einen zentralen Punkt der heutigen Gesellschaft trifft – ihr Selbstverständnis als durch und durch von Medien abhängig und von Medien geprägt. Doch wer hat Zugriff auf die Medien? Wer darf welches Wissen über wen erlangen? Mediatisierung ist immer auch ein Kampf – den THE WIRE exemplarisch inszeniert.

Leseproben

Der Autor

  • Jens Schröter, Prof. Dr., geb. 1970, seit 2008 Professor für Theorie und Praxis multimedialer Systeme an der Universität Siegen. Projektleiter (zusammen mit Lorenz Engell) des Forschungsprojekts »Die Fernsehserie als Projektion und Reflexion des Wandels« im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms »Mediatisierte Welten«. Forschungsschwerpunkte: Theorie und Geschichte digitaler Medien, Theorie und Geschichte der Fotografie, dreidimensionale Bilder, Intermedialität, Medientheorie in Diskussion mit der Wertkritik, auditive Medienkultur. Homepages: www.multimediale-systeme.de, www.theorie-der-medien.de. Neuere Publikationen (als Herausgeber): »Media Marx – Ein Handbuch« (mit Gregor Schwering und Urs Stäheli, Bielefeld 2006); »Intermedialität analog/digital. Theorien, Methoden, Analysen« (mit Joachim Paech, München 2008); »Äther. Ein Medium der Moderne« (mit Albert Kümmel, Bielefeld 2008); »Virtuelle Welten als Basistechnologie von Kunst und Kultur? Eine Bestandsaufnahme« (mit Manfred Bogen und Roland Kuck, Bielefeld 2009); »Das Raumbild. Bilder jenseits ihrer Flächen« (mit Gundolf Winter und Joanna Barck, München 2009); »Das holographische Wissen« (mit Stefan Rieger, Berlin 2009); »3D. Geschichte, Theorie und Medienästhetik des technisch-transplanen Bildes« (München 2009); »Kulturen des Kopierschutzes I + II« (mit einer studentischen Projektgruppe, Siegen 2010); »High Definition Cinema« (mit Marcus Stiglegger, Siegen 2011); »Eine Theorie der Medienumbrüche 1900/2000« (mit Nicola Glaubitz et al., Siegen 2011).

Pressestimme

  • »The Wire ist eine äußerst aktuelle Serie. Der kleine Essay von Jens Schröter ist eine gleichwertige, hilfreiche Vorbereitung für den, der Hintergründe verstehen möchte.« (Titel-Magazin)

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