Vom Abbild zum Affekt

14,90 EUR

Ab 10 € in der BRD versandkostenfrei!
IMAGE_BUTTON_RESERVIEREN
Thomas Morsch
Vom Abbild zum Affekt
Zur Ästhetik der Postkinematografie
Medien/Kultur 11

ca. 120 Seiten, ca. 50 Fotos
Paperback, 14,8 x 21 cm
Artikelnummer 978-3-86505-389-3
Erscheint im Juli 2017

Die Filmästhetik ist gegenwärtig von Veränderungen geprägt, denen der Begriff des ›Postkinematografischen‹ Rechnung zu tragen versucht. Die Digitalisierung von Produktion und Postproduktion; die Migration von ästhetischen Verfahren des Musikvideos in die filmische Ästhetik und die damit verbundene Intensivierung von Bild/Ton-Beziehungen; ein verstärkter intermedialer Austausch zwischen dem Film und einer vielfältigen, heterogenen Medienlandschaft, die Überwachungsdispositive, internetbasierte Kommunikationsformen, YouTube, Google Earth, Navigationsbildschirme und andere Screen-Technologien einschließt – all diese Entwicklungen haben zu signifikanten Umbrüchen in der filmischen Ästhetik geführt.

Parallel hierzu hat sich in direkter Auseinandersetzung mit der aktuellen Filmproduktion eine filmtheoretische Diskussion entfaltet, die auf diese Veränderungen reagiert und sich mit den ästhetischen und philosophischen Implikationen dieses Wandels beschäftigt. Im Zentrum stehen der vermeintliche Verlust einer kontinuitätsstiftenden Erzählperspektive und eine wachsende ›Elastizität‹ filmischer Repräsentation, die das filmische Bild als einen form- und modulierbaren Artefakt erscheinen lässt. Dem damit einhergehenden Verlust an Abbildhaftigkeit steht ein Gewinn an visuellen Ausdrucksformen gegenüber, die unter Stichworten wie »Intensified Continuity« (David Bordwell), »Postcontinuity« (Steven Shaviro) und »Hypermedialität« (Jay D. Bolter / Richard Grusin) diskutiert werden.

Der vorliegende Band stellt diese Diskussion vor und unternimmt den Versuch einer kritischen Evaluation ihrer Thesen. Ausgehend vor allem von den Arbeiten Steven Shaviros zur Frage des Affekts im postkinematografischen Kino und entlang einer Vielzahl von Filmen, deren Spektrum von CRANK und SPRING BREAKERS über BLACK SWAN und PARANORMAL ACTIVITY bis zu DISTRICT 9 und MELANCHOLIA reicht, wird die Frage gestellt, inwieweit mit dem Wandel der Filmästhetik neue Wirklichkeitsbeschreibungen, neue Erfahrungsformen und ein anderes Bildverständnis einhergehen.

Der Autor

  • Thomas Morsch ist Juniorprofessor für Filmwissenschaft an der Freien Universität Berlin. 2011 bis 2014 war er dort zudem Leiter eines Forschungsprojekts zur Ästhetik der Fernsehserie am SFB 626 »Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste«. Er ist Autor von »Medienästhetik des Films. Verkörperte Wahrnehmung und ästhetische Erfahrung im Kino« (2011) sowie Herausgeber von »Genre und Serie« (2015). Gemeinsam mit Bernhard Groß gibt er das Handbuch Filmtheorie heraus (erscheint 2016 online und als Printausgabe). Zudem arbeitet er an einer größeren Studie zu Medien und touristischer Erfahrung.

Ihr Link

0 0 0
Zurück