Erna Morena

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Brigitte Bruns / Petra Maier-Schoen (Hg.)
Erna Morena
343 Seiten, zahlreiche Abbildungen
Paperback, 17 x 24 cm
Artikelnummer 1029

Erna Morena gehört zu den großen Stars des deutschen Stummfilms; sie begann ihre Filmkarriere 1913, insgesamt spielte sie in etwa 100 Filmen mit. Sie arbeitete mit den führenden Regisseuren wie Paul Leni, Richard Oswald, Robert Wiene, Murnau und Pabst und trat an der Seite berühmter Kollegen wie Conrad Veidt, Emil Jannings und Werner Krauß auf.

»Von großem Charme und großem Raffinement. Bewußte Kokette. Sinnlichkeit atmende Frau. Ebenso berückend, wenn ihr schlanker Körper in einem Männeranzug von elegantestem Schnitt steckt. Sinnlichkeit, die etwas Verderbtes, Überreiztes an sich hat.« Film-Kurier (1920)

»Erna Morena ... wird gezielt als neue Starschauspielerin aufgebaut, wohl wissend, dass es vor allem die weitere Ausdifferenzierung des Starsystems ist, die eine filmindustrielle Entwicklung in Deutschland voranbringt. Die Modellierung des neuen Stars zielt auf den bisher im deutschen Film recht seltenen südländischen Einschlag ab und auf eine vornehme, filigrane Eleganz. Die Morena unterscheidet sich damit merklich von Henny Porten mit ihrem bodenständigen blonddeutschen Gestus. Und auch die Differenz zu der wandlungsfähigeren, aber stets etwas mager, gelegentlich verhärmt oder androgyn wirkenden Asta Nielsen ist unübersehbar. ... Diesen Wirkungszielen folgend, wird Erna Morenas Lebenslauf umgeschrieben. Sie sei auf einem Gut im Elsass geboren, Tochter französischer Emigranten und in der französischen Schweiz erzogen worden. ... Geschickt werden unterschiedliche, für das deutsche Kulturverständnis um 1913 sogar divergente ethnische Komponenten und erotische Stimuli verbunden: der ungewöhnlich hohe, dabei ›südlich leichte Körper‹, die ›anmutvolle Beherrschtheit‹ und der ›dünnsehnige, klare Geist, eben noch ohne den Duft letzter Dekadenz‹. Erna Morena wird damit zu einem bis dato im wilhelminischen Kino kaum gekannten Versprechen einer – ›fast muß man leider sagen: – undeutsche(n) Sinnlichkeit‹, balancierend auf dem schmalen Grat von Anmut, Begehren und einem Anflug von Verderbtheit.« (Aus dem ersten Kapitel: »Filigrane Gestalt, fragiler Charakter. Die Filme, Rollen und Figuren der Erna Morena 1913-1927« von Jürgen Kasten)

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