Wahre Lügen

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Kristina Jaspers / Nils Warnecke / Rüdiger Zill (Hg.)
Wahre Lügen
Bergman inszeniert Bergman
158 Seiten, 27 Fotos
Paperback, 14,8 x 21 cm
Artikelnummer 978-3-86505-219-3
Erschienen im Oktober 2012

Ingmar Bergman thematisiert in seinem Werk sämtliche Spielarten der Lüge – vom clownesken Vorgaukeln über das künstlerisch-kreative Erfinden bis zum gemeinen Betrug. Die Lüge dient dem Selbstschutz, der Verleugnung oder ist Ausdruck von Fantasie. Wahrheit und Aufrichtigkeit sind bei Bergman hingegen moralische Vorstellungen, an denen die meisten seiner Protagonisten scheitern. Dieses breite Spektrum zwischen Lüge und Wahrheit erkundet der Band nicht nur an Bergmans filmischem Œuvre; auch seine Person kommt dabei mit in den Blick: Ingmar Bergman wie er sich in seinen autobiografischen Texten inszeniert, wie er in seinen Tagebüchern erscheint, wie er mit seiner eigenen Identität spielt, wie er sich selbst zum Werk macht. Leben und Werk erklären sich nicht gegenseitig – sie sind nicht zu trennen.

Die Autoren und Autorinnen des Bandes beleuchten Bergman nicht nur aus psychoanalytischer, philosophischer, religions- und filmhistorischer Perspektive, sie setzen sich auch mit ihren eigenen Reaktionen als Zuschauer auseinander.

Mit Beiträgen von Claudia Frank, Jan Holmberg, Thomas Koebner, Christian Kiening, Gesine Palmer und Mirjam Schaub sowie autobiografischen Texten von Ingmar Bergman.

Eine Publikation in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen und dem Einstein Forum.

Leseproben

Die Herausgeber

  • Kristina Jaspers, geb. 1969, Studium der Kunstgeschichte und Philosophie in Hamburg und Berlin. Seit 2001 Kuratorin an der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin. Monografische Sonderausstellungen u.a. über F. W. Murnau, Werner Herzog, Ingmar Bergman und Martin Scorsese. Erarbeitung von Installationen mit den Filmkünstlern Ulrike Ottinger und Hans-Jürgen Syberberg. Thematische Ausstellungen über Filmarchitektur, Kinematografie und Psychoanalyse sowie zur Schnittstelle von Film und Kunst. Vorträge und Workshops zur Ausstellungstheorie und -praxis. Herausgeberin und Autorin, u.a. »Kino im Kopf. Psychologie und Film seit Sigmund Freud« (Mit-Hg., 2006), »Ingmar Bergman. Von Lüge und Wahrheit« (Mit-Hg., 2010), »Ludwig Wittgenstein. Verortungen eines Genies« (Mit-Hg., 2011), »Wagner-Kino. Spuren und Wirkungen Richard Wagners in der Filmkunst« (Mit-Hg., 2013), »Werner Herzog. An den Grenzen (Mit-Hg., 2015).
  • Nils Warnecke ist Kurator an der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin. Studium der Filmwissenschaft, Kunstgeschichte und Soziologie. Ausstellungen u.a. über Alfred Hitchcock, Ingmar Bergman und Martin Scorsese. Medienprogramme und -installationen für Ausstellungen der Deutschen Kinemathek und anderer Museen. Autor und Co-Herausgeber von Publikationen zum Thema Film, darunter Ausstellungskataloge wie »Ingmar Bergman. Von Lüge und Wahrheit« (2012), »Martin Scorsese« (2013) und »Things to Come. Science • Fiction • Film« (2016).
  • Rüdiger Zill, geb. 1958 in Berlin, studierte Philosophie, Geschichte und Soziologie in Berlin und London und wurde 1994 in Berlin mit der Arbeit »Meßkünstler und Rossebändiger. Zur Funktion von Modellen und Metaphern in philosophischen Affekttheorien« promoviert. 1994–97 Mitarbeiter am Institut für Philosophie der Technischen Universität Dresden. Seit 1997 Wissenschaftlicher Referent Einstein Forum in Potsdam. Neuere Publikationen u.a.: »Ganz Anders? Philosophie zwischen akademischem Jargon und Alltagssprache« (Hg., 2007); »Zum Lachen!« (Mit-Hg., 2009), »Metapherngeschichten. Perspektiven einer Theorie der Unbegrifflichkeit« (Mit-Hg., 2011), »Wahre Lügen. Bergman inszeniert Bergman« (Mit-Hg., 2012). »Werner Herzog. An den Grenzen« (Mit-Hg., 2015).

Pressestimme

  • »Die Beiträge vermitteln in einem interdisziplinären Spektrum subjektive Erkenntnisprozesse und sind sehr lesenswert. Am Ende kommt der Regisseur mit eigenen Texten zu Wort, die bisher nicht auf Deutsch erschienen sind. Zur Vervollständigung des Bergman-Bestandes unabdingbar.« (Hans Helmut Prinzler)

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