Die Spur durch den Spiegel

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Malte Hagener / Johann N. Schmidt / Michael Wedel (Hg.)
Die Spur durch den Spiegel
Der Film in der Kultur der Moderne
448 Seiten, 373 Fotos
Paperback, 17 x 22 cm
Artikelnummer 978-3-86505-155-4
Erschienen im Februar 2004

Kein anderes Medium hat die Kultur der Moderne so nachhaltig geprägt wie der Film: Kunstform und Industrieprodukt, Kommunikationsmittel und Propagandainstrument, Spiegel in die Innen- und Fenster auf die Außenwelt – historisch wie ästhetisch steht der Film von jeher an der Schnittstelle der Modernisierungsprozesse in Kunst, Politik und Gesellschaft.
Durch das Prisma des Films lässt sich jedoch nicht nur die Kultur der Moderne schärfer in den Blick nehmen. Auf dem Spannungsfeld der Moderne lassen sich auch Film und Kino in neuen Konstellationen denken. So fragen die Beiträge dieses Buches nach den Räumen, die der Film eröffnet und die ihm – vom Museum zur Videoinstallation, vom Theater zum Multiplex – eröffnet wurden. Sie beschreiben den schmalen Grat zwischen traumhaftem Kinoerlebnis und traumatischer Filmerfahrung, deuten die Spuren der Geschichte in den Geschichten der Filme und zeichnen die Auflösung nationaler Kulturtraditionen im Zeichen der zunehmenden Globalisierung des Filmgeschäfts nach.
33 international renommierte AutorInnen betrachten die Facetten der Moderne unter anderem in Filmen von Ernst Lubitsch, Alfred Hitchcock, Max Ophüls, Douglas Sirk, Alain Resnais, Ken Jacobs, Alexander Kluge, Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Francis Ford Coppola, Hal Hartley, Steven Spielberg und Lars von Trier.

Die Herausgeber

  • Malte Hagener ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Amsterdam. Kongress- und Seminarleitungen für das Goethe-Institut, die AG Kino und CineGraph. Texte und Vorträge u.a. zu Jan Kiepura, Walter Ruttmann, NS-Film, Filmexil in Portugal, Filmavantgarde, Stars. Herausgeber von »Als die Filme singen lernten. Innovation und Tradition im Musikfilm 1928–38« (1999; mit Jan Hans); »Geschlecht in Fesseln. Sexualität zwischen Aufklärung und Ausbeutung im Weimarer Kino« (2000) und »Film. An International Bibliography« (2002; mit Michael Töteberg).
  • Johann N. Schmidt ist Professor für Englische Philologie und Medienwissenschaft an der Universität Hamburg. Promotion 1974, Habilitation 1983. Aufsätze und Rundfunksendungen über Hitchcock, Kubrick, den Gangsterfilm, Shakespeare-Verfilmungen und Comics. Buchveröffentlichungen u.a. »Ästhetik des Melodrams« (1986), »Wolken-Kratzer. Ästhetik und Konstruktion« (1991); »Chrysler Building« (1995).
  • Michael Wedel ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Studiengang AV Medienwissenschaft an der Hochschule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf« in Potsdam-Babelsberg. Redakteur der Zeitschrift Filmblatt, Mitglied des Editorial Boards von The New Review of Film and Television Studies. Veröffentlichungen zum deutschen, europäischen und US-amerikanischen Kino. Herausgeber von »Max Mack. Showman im Glashaus« (1996), Mitherausgeber von »A Second Life. German Cinema's First Decades« (1996), »The BFI Companion to German Cinema« (1999) und »Kino der Kaiserzeit. Zwischen Tradition und Moderne« (2002).
  • Mit Beiträgen von

  • Mieke Bal, Raymond Bellour, Tim Bergfelder, Christa Blümlinger, David Bordwell, Warren Buckland, Barton Byg, Jürgen Felix, Gerd Gemünden, Malte Hagener, Sabine Hake, Knut Hickethier, Hermann Kappelhoff, Frank Kessler, Gertrud Koch, Thomas Koebner, Peter Krämer, Klaus Kreimeier, Helmut Lethen, Thomas Y. Levin, Wolfgang Mühl-Benninghaus, John Neubauer, Christine N. Brinckmann, Geoffrey Nowell-Smith, Leonardo Quaresima, Drehli Robnik, Irmbert Schenk, Klaus R. Scherpe, Johann N. Schmidt, Yuri Tsivian, Michael Wedel, Siegfried Zielinski, Slavoj Zizek.

Pressestimme

  • »Festschriften, mit denen die akademische Zunft ihre verdienten Mitglieder würdigt, sind meist eine dröge Angelegenheit, die in den Regalen der Universitätsbibliotheken vor sich hin stauben. Dass es auch anders geht, beweist ein neuer Sammelband mit filmtheoretischen Aufsätzen. ... Die darin versammelten Autoren entstammen sämtlich dem universitären Umfeld und schreiben folglich nicht gerade flockig-leicht wie Feuilletonisten. Und trotzdem sind ihre Arbeiten, wenn schon nicht en passant konsumierbar, mit viel Gewinn auch für den alltäglichen Kinobesuch zu lesen. Aspekte der filmischen Handschrift eines Lars von Trier oder eines Werner Herzog, eines Alfred Hitchcock oder eines Alain Resnais werden unter die Lupe genommen. ... Und dann gibt es – die Perlen in diesem Buch – Überlegungen, die abseitig klingen mögen und doch genau ins Zentrum der filmischen Sprache treffen. ... Insgesamt öffnet einem Die Spur durch den Spiegel auf angenehme Weise die Augen, wie sehr Film unsere Kultur mittlerweile durchdrungen hat und bestimmt.« (Applaus)

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