Produzent ist der Zuschauer

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Thomas Meder
Produzent ist der Zuschauer
Prolegomena zu einer historischen Bildwissenschaft des Films
534 Seiten, zahlreiche Filmausschnitte
E-Book (PDF und AVI-Clips auf CD-ROM)
Artikelnummer 978-3-86505-201-8
Erschienen im Juli 2006

Wenn Film die Kunst des 20. Jahrhunderts gewesen ist, sollte man auch von der Kunstwissenschaft einen fundamentalen Diskussionsbeitrag erwarten. Dieser Beitrag ist mit wenigen Ausnahmen ausgeblieben. Er wird in diesem »elektronischen Buch« nachgereicht, das aus einer am Institut für Kunstgeschichte der Universität Frankfurt/Main eingereichten Habilitationsschrift hervorgeht.
Der Autor plädiert für ein Analysemodell, das sich primär an den filmischen Formen orientiert, ohne deren Historizität zu vernachlässigen. Stringent führt er dieses Vorhaben mit vergessenen und verschütteten Traditionen in der deutschen Kunstwissenschaft während der Stummfilmzeit zusammen, ehe er die beginnende Kanonbildung der Filmgeschichte durch Museen, Filmklubs und Archive in den 30er Jahren nachzeichnet.
Der zweite Schwerpunkt des Buches sind analytische Annäherungen an einzelne Filme, die sich prospektiv zum Modell einer formalen Filmanalyse gruppieren. Ein behutsames, eng am Material orientiertes Vorgehen bietet Verweise auf bildwissenschaftliche Analysemodelle, die von den stehenden auf die laufenden Bilder ausgreifen. Kunstwissenschaftliche Methodik wird unter Maßgabe einer historischen Kontinuität der Bildkünste kritisch befragt, ihre Tauglichkeit an neuen Objekten getestet.
Der Herausforderung des Films trägt die Form des E-Books Rechnung. In das PDF-Dokument sind zahlreiche Filmausschnitte eingelinkt: Sie erlauben, das Gesamtargument nachzuvollziehen, das in klassischer Buchform aufgebaut ist.

Der Autor

  • Thomas Meder, Habilitation 2001, Gastprofessuren in Mainz, zahlreiche Veröffentlichungen zu historischen Interdependenzen von Film und bildender Kunst. Texte u. a. für blimp, für Berlinale-Kataloge und die FAZ.

Pressestimme

  • »Die geschickte Einbindung der Filmsequenzen lässt die Form des E-Books als innovative, bedenkenswerte Publikationsart filmwissenschaftlicher Texte erscheinen.« (goon Magazine)

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