Kapitalismus: Die ersten 200 Jahre

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Stephan Kaufmann / Ingo Stützle
Kapitalismus: Die ersten 200 Jahre
Thomas Pikettys »Das Kapital im 21. Jahrhundert« – Einführung, Debatte, Kritik
112 Seiten, 13 Abbildungen
Paperback, 10,5 x 14,8 cm
Artikelnummer 978-3-86505-730-3
Vierte, durchgesehene Auflage
erschienen am 2. Januar 2015

»Das vielleicht wichtigste Buch des letzten Jahrzehnts«, nannte es US-Nobelpreisträger Paul Krugman: Thomas Pikettys Das Kapital im 21. Jahrhundert, das im Oktober auf Deutsch erscheint, hat wie kaum ein anderes wissenschaftliches Werk international Furore gemacht, die Bestsellerlisten erobert und Begeisterung hervorgerufen – aber auch heftige Kritik provoziert. Piketty wurde zum neuen Karl Marx erklärt und mit dem Revolutionär der Wirtschaftswissenschaften, John Maynard Keynes, in eine Reihe gestellt. Die Grundthese des »Rockstar-Ökonomen« (Financial Times): Im Kapitalismus der letzten Dekaden hat die Ungleichheit dramatische Ausmaße angenommen und wächst stetig weiter – nicht bloß zufällig, sondern mit System. Auf eine Formel gebracht: r > g (die Rendite aus Kapital ist im Normalfall höher als das Wirtschaftswachstum). Damit wird eine kleine Elite immer reicher – und zugleich immer mächtiger. Gerade auch in Deutschland geht die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander: Das Vermögen der 10 reichsten Deutschen ist größer als das der ärmeren Bevölkerungshälfte (etwa 35 Mio. Menschen) zusammen.

Angesichts des sensationellen Erfolgs der nicht gerade leicht konsumierbaren 800-Seiten-Studie, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, stellt sich die Frage, woher der Hype um Pikettys Buch kommt. Was steht überhaupt drin? Was wird an ihm kritisiert? Und was ist davon zu halten – vom Buch und der Kritik daran? In kompakter, verständlicher Form referiert der Band Kapitalismus: Die ersten 200 Jahre Inhalt und Argumente des monumentalen Werks und erörtert die Kontroversen, die diese »Bibel der Umverteilungspolitiker« (Manager-Magazin) ausgelöst hat; zudem zeigen die beiden Autoren die Grenzen, Widersprüche und Irrtümer der vermeintlichen »Piketty-Revolution« (Krugman) auf.

Leseproben

Die Autoren

  • Stephan Kaufmann, Jahrgang 1965, studierte Wirtschaftswissenschaften in Berlin und Paris. Seit fast 20 Jahren arbeitet er als Wirtschaftsredakteur für verschiedene Tageszeitungen, unter anderem für die Berliner Zeitung und die Frankfurter Rundschau.
  • Ingo Stützle, Jahrgang 1976, ist Politikwissenschaftler und Redakteur bei der Monatszeitung ak – analyse & kritik sowie der Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft PROKLA. 2013 erschien von ihm das Buch »Austerität als politisches Projekt. Von der monetären Integration Europas zur Eurokrise«.

Pressestimmen

  • »Die Autoren fassen die wichtigsten Erkenntnisse Pikettys zusammen und ergänzen sie mit historischen Hintergründen und den wichtigsten Äußerungen zur Ungleichheitsdebatte. Wirtschaftswissen für die Hosentasche.« (Frankfurter Rundschau)
  • »Die Wirtschaftspublizisten Stephan Kaufmann und Ingo Stützle haben mit ihrem gut 100 Seiten langen Reader im A6-Format ›Kapitalismus die ersten 200 Jahre‹ nicht nur eine kompakte Zusammenfassung von Pikettys Forschung geschaffen, sie bringen auch eine ebenso kompakte Kritik daran. Wie jede gute Kritik würdigt sie zuerst die Verdienste des Autors (er hat das Problem wachsender Ungleichheit erkannt), referiert die Debatte um das Buch und zeigt dann dessen Defizite auf. Pikettys größtes: Er kokettiert im Titel mit Karl Marx, nimmt diesen aber ›nicht ernsthaft zur Kenntnis‹.« (Armin Thurnher im Falter 45/2014)
  • Stephan Kaufmann im Gespräch über Thomas Pikettys Thesen auf Telepolis.
  • »Für diejenigen, die keine Zeit oder Lust haben, sich den 800 Seiten von Piketty sowie der noch umfangreicheren anschließenden Debatte en detail zu widmen, ist ›Kapitalismus: Die ersten 200 Jahre‹ eine echte Entlastung. Auf weniger als 100 Seiten fassen die Autoren zunächst prägnant und verständlich die These des französischen Ökonomen zusammen und stellen die Mediendebatte sowie die wichtigsten der bisher vorgetragenen Kritiken vor. Dabei gehen sie auch der Frage nach, warum das Buch ein solch durchschlagender Erfolg werden konnte. Der sei nicht nur auf gutes Timing, Charisma des VWL-Newcomers und eine leicht verständliche einprägsame Formel zurückzuführen, sondern rühre vor allem aus dem Umstand, dass Piketty die bestehende Wirtschaftsform zwar angreife, aber an keiner Stelle antikapitalistisch argumentiert. Wie systemkonform die Pikettysche Kapitalismuskritik letztlich ist, verdeutlicht eindrucksvoll das letzte Drittel des Begleitbuchs. Dort arbeiten die Autoren präzise den ideologischen Gehalt der angeblich unideologischen, nur der objektiven Wissenschaft verpflichteten Ausführungen des Starökonomen heraus.« (Junge Welt)
  • »Die Autoren gehen in einem auch für Laien bestens lesbaren Stil den Gründen für den Erfolg von Pikettys Buch nach, fassen den Inhalt pointiert zusammen, referieren wesentliche Aspekte der Kritik, die den Thesen und Vorschlägen Pikettys entgegengehalten wurde, und setzen sich mit dieser Kritik auch selbst kritisch auseinander.« (literaturkritik.de)

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