Ritual & Verführung

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Marcus Stiglegger
Ritual & Verführung
Schaulust, Spektakel & Sinnlichkeit im Film
Deep Focus 3

240 Seiten / 16 Seiten in Farbe
165 Fotos
Paperback, 17 x 22 cm
Artikelnummer 978-3-86505-303-9
Erschienen im November 2006

Die Geschichte des Kinos ist ein einziges Ritual der Verführung: eine Verführung durch Sinnlichkeit, Körperlichkeit, Bewegung, Rhythmus, Licht, Raum und Klang – aber auch eine Verführung mittels des Begehrens, zur Souveränität wie zum Bösen. Die Verführungsstrategien der filmischen Inszenierung quer durch die Filmgeschichte werden eingehend beschrieben, illustriert und analysiert anhand unterschiedlicher Werke aus den verschiedensten Genres. Am Ende dieses komplexen Simulationsspiels zwischen Film und Publikum steht der »prometheische Impuls«, die Verführung zur Interaktion – aber auch eine bange Frage: Kann das Kunstwerk den prometheischen Eingriff überleben? Einer differenzierten Betrachtung unterzogen werden: LETZTES JAHR IN MARIENBAD, RASHOMON, DAS PIANO, BASIC INSTINCT, APOCALYPSE NOW, PERFORMANCE, POSSESSION, IM REICH DER SINNE, FRENCH CONNECTION, DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER, MATADOR, CRASH, QUERELLE, STAGECOACH, DER LETZTE TANGO IN PARIS, ROMANCE X, THE WILD BUNCH, DIE 120 TAGE VON SODOM, GRAF ZAROFF – GENIE DES BöSEN, EXISTENZ, IRRÉVERSIBLE, TITANIC u.v.a.

Leseprobe

Der Autor

  • Marcus Stiglegger, geb. 1971, Dr. phil. habil., Film- und Kulturwissenschaftler. Momentan Vertretungsprofessor an den Universitäten Mainz, zuvor Akademischer Oberrat in Siegen, Vertretungsprofessor an der ifs Köln und Gastprofessor an der Clemson University, USA, zudem Lecturer in Mannheim, Klagenfurt und der Filmakademie Ludwigsburg. Zahlreiche Publikationen zu Filmästhetik, -geschichte und -theorie. Promotion zum Thema »Sadiconazista – Sexualität und Faschismus im Film« (1999, 3. Aufl 2014). Habilitation zum Thema »Ritual und Verführung. Seduktive Strategien des Films« (2005). Aktuell: »Kurosawa. Die Ästhetik des langen Abschieds« München 2014. Herausgeber des Kulturmagazins :Ikonen:. Herausgeber der Buchreihen Medien/Kultur und Kultur & Kritik (zusammen mit Dieter F. Bertz; Bertz + Fischer) sowie Mythos|Moderne (Eisenhut). Zudem Musiker, Drehbuchautor und Filmemacher.

Pressestimmen

  • »Ein Wagnis ist es. Das Wagnis, heutzutage eine Buchreihe über Filmtheorie herauszugeben. Der Berliner Verlag Bertz + Fischer, seit Jahren Deutschlands prominentester Filmbuchverlag, stellt sich diesem Abenteuer nun mit einer neuen Publikationsserie. Deep Focus heißt sie, und bereits der erste Band erweist sich als seltener Glücksfall. Um Ritual und Verführung geht es, um Schaulust, Spektakel und Sinnlichkeit, wie schon Titel und Untertitel indizieren. Der Autor Marcus Stiglegger, Filmwissenschaftler an der Universität Mainz, begreift Film generell als seduktives, als verführerisches System, welches es kulturphilosophisch zu ergründen gilt. Fazit: Jenseits rein propagandistisch konnotierter Verführungsbegriffe ließen sich von Geburt des Kinos an inszenatorische Strategien nachweisen, die den Zuschauer durch einen Prozess der Seduktion binden. Prägnant erläutert der Autor seine klar formulierten Thesen und beweist vorbildhaft, dass postmoderne Theorieansätze sich nicht in unverbindlicher Beliebigkeit erschöpfen müssen. Auch das ein Wagnis, heutzutage.« (Süddeutsche Zeitung, Online)
  • »Eine wunderbare Anleitung zum wilden Sehen – mit Verstand.« (epd Film)
  • »Der Witz des Buches ist, dass der Autor sich bei der akademischen Betrachtung immer wieder lustvoll von dem mitreißen lässt, was er doch sezieren soll. Von der Verführungsgewalt toller Filme. Wahrscheinlich hat noch niemand so schön über die Strandszene aus DAS PIANO mit der klavierspielenden Holly Hunter und der tanzenden Anna Paquin geschrieben. Sharon Stones Verhör in BASIC INSTINCT beobachtet Stiglegger adleräugig bis zum kleinsten Schattenwurf der Deckenbalken – und nein, auch er kann nichts erkennen zwischen den geöffneten Beinen. Wie die Filme uns immer wieder heranlocken, uns dann doch enttäuschen, damit wir nächtes Mal wiederkommen, das demonstiert er an einigen Beispielen grandios.« (Joachim Hentschel, FAZ)

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