Wahlverwandte

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Elisabeth K. Paefgen
Wahlverwandte
Filmische und literarische Erzählungen im Dialog
Deep Focus 6

168 Seiten, 105 Fotos
Paperback, 17 x 22 cm
Artikelnummer 978-3-86505-306-0
Erschienen im August 2009

Die in diesem Band versammelten Beiträge zeigen verwandtschaftliche Beziehungen zwischen der literarischen und der filmischen Erzählkunst auf. Neu ist, dass es dabei nicht um Literaturverfilmungen geht, sondern um Beziehungen zwischen Filmen und literarischen Werken, die in keiner direkten Verbindung stehen (etwa E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann und David Lynchs BLUE VELVET). Ausgangspunkt ist die These, dass es gerade die indirekten und versteckten Bezüge zwischen filmischen und schriftlichen Erzählungen sind, die den Deutungsraum erweitern und zu neuen Auslegungsperspektiven führen, nicht zuletzt für die »vor-filmische« Literatur. Das zeigt sich besonders eindringlich an dem Kapitel, das dem Band auch in leichter Modifikation den Titel verliehen hat: JULES ET JIM von François Truffaut, MANHATTAN von Woody Allen und DER FREUND MEINER FREUNDIN von Eric Rohmer haben nicht unbedingt mit Goethes Roman Die Wahlverwandtschaften zu tun, können aber im Rahmen der hier vorgelegten Studie nah an dieses schriftliche Werk herangeführt werden. Die Untersuchungsfragen für die jeweiligen Werke stehen dabei in unmittelbarer Abhängigkeit von auffälligen stilistischen oder inhaltlichen Momenten der Filme, Erzählungen oder Dramen. Aus diesem Grund haben die einzelnen Beiträge unterschiedliche Ausrichtungen, die mal thematische, strukturelle oder mythenorientierte Momente behandeln, mal narratologische Fragen in den Mittelpunkt rücken oder beide Aspekte zu verbinden suchen.

Leseproben

Die Autorin

  • Elisabeth K. Paefgen ist Literaturdidaktikerin und Literaturwissenschaftlerin. 1989 promovierte sie über die Geschichte des Echtermeyer, einer Gedichtanthologie, die seit 1836 erscheint. (Seit 2005 gibt sie zusammen mit Peter Geist eben diese Anthologie heraus.) 1994 erfolgte ihre Habilitation mit einer Arbeit über »Lesen und Schreiben«. Von 1994 bis 2003 hatte sie eine Professur für Deutsche Literatur und ihre Didaktik an der Universität Hannover inne. In dieser Zeit entstand die »Einführung in die Literaturdidaktik« (Sammlung Metzler, 2. neu bearbeitete Auflage 2006). Ihre Publikationen konzentrieren sich auf Arbeiten zu unterschiedlichen Feldern der Literaturdidaktik, zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts (insbesondere zu Uwe Johnson) sowie zu Beziehungen von Film und Literatur. Mit der Übernahme der Professur für die Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Freien Universität Berlin im Jahr 2003 hat sie den Bereich Literatur- und Filmdidaktik aufgebaut und in Forschung und Lehre kontinuierlich vertreten. Zu diesem Thema hat sie in den letzten Jahren einige Aufsätze publiziert.

Pressestimmen

  • »Echte Fundstücke an Querbezügen und Einzelinterpretationen – allen Beiträgen voran das Herzstück der Sammlung, der über 40 Seiten lange Essay über ›Goethes bestes Buch‹ im Verhältnis zu Truffauts JULES ET JIM, Allens MANHATTAN und Rohmers L’AMI DE MON AMIE.« (Der Schnitt)
  • Radio-Interview auf der Deutschen Welle mit Elisabeth Paefgen, 9.10.2009 (mp3-Format, 64 kbps, 3,6 MB)

Ihr Link

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