Ida Lupino

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Elisabeth Bronfen / Ivo Ritzer / Hannah Schoch (Hg.)
Ida Lupino
Die zwei Seiten der Kamera
Deep Focus 26

236 Seiten, 183 Fotos
Hardcover, 17 x 22 cm
Artikelnummer 978-3-86505-329-9
Erschienen im Januar 2018

Ida Lupino, Jahrgang 1918, ist einer der großen Stars des klassischen Hollywood. Nach ihren Anfängen im britischen Kino der 1930er Jahre ist ihr der Sprung nach Amerika gelungen, und dort war sie bis in die 1970er Jahre als Schauspielerin erfolgreich. Doch bis heute ist nur wenigen bekannt, dass sie auch hinter der Kamera ein eigenständiges Werk geschaffen hat. Als unabhängige Regisseurin und Produzentin widmete sie sich furchtlos brisanten Stoffen und begab sich in einen kritischen Dialog mit dem klassischen Hollywood und dem Amerika der 1950er Jahre. Als eine von ganz wenigen Frauen wechselte sie gekonnt zwischen den beiden Seiten der Kamera – stets mit einer großen Sensibilität für die vielschichtigen Möglichkeiten des Mediums und immer mit einem so eigenen wie auch eigenwilligen Blick. Gleichzeitig vollzog Ida Lupino früh und erfolgreich den Schritt vom big screen der Kinos zum small screen des Fernsehens und war in diesem neuen Medium über Dekaden sowohl als Regisseurin wie auch als Schauspielerin äußerst produktiv. Anlässlich ihres 100. Geburtstags ist es nun an der Zeit, Ida Lupinos künstlerisches Schaffen mit neuem Blick zu betrachten, gerade auch weil ihre subtile Gesellschaftskritik überraschend aktuell ist.
Mit Beiträgen von Johannes Binotto, Elisabeth Bronfen, Stella Castelli, Lukas Foerster, Morgane Ghilardi, Fabienne Liptay, Ivo Ritzer, Hannah Schoch, Barbara Straumann und Murièle Weber.

Leseproben

Die Herausgeber_innen

  • Elisabeth Bronfen ist Lehrstuhlinhaberin am Englischen Seminar der Universität Zürich und seit 2007 zudem Global Distinguished Professor an der New York University. Ihr Spezialgebiet ist die Anglo-Amerikanische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie hat zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze in den Bereichen Gender Studies, Psychoanalyse, Film und Kulturwissenschaften wie auch Beiträge für Ausstellungskataloge geschrieben. Weitere Forschungsgebiete: »Mad Men und das kulturelle Imaginäre Amerikas«, Shakespeares Theater, Serialität und die DVD-Romane des 21. Jahrhunderts, und die Frage nach der Verknüpfung von politischer Souveränität und Gender.
  • Ivo Ritzer, Prof., Dr. phil., lehrt Medienwissenschaft an der Universität Bayreuth. Koordinator des DFG-Netzwerks »Genres und Medien«. Arbeitsschwerpunkte: Medienanthropologie, Medienphilosophie, Medienkulturtechnikforschung. Herausgeber der Schriftenreihe »Neue Perspektiven der Medienästhetik« (Springer VS). Zahlreiche Publikationen zu Medien-, Bild-, Kultur- und Filmtheorie, aktuell u.a.: »Medialität der Mise-en-scène: Zur Archäologie telekinematischer Räume« (2017); »Wie das Fernsehen den Krieg gewann: Zur Medienästhetik des Krieges in der TV-Serie« (2015); »Classical Hollywood und kontinentale Philosophie« (2014).
  • Hannah Schoch, MA, ist wissenschaftliche Assistentin und Doktorandin am Englischen Seminar der Universität Zürich und Mitglied des DFG-Netzwerks »Genres und Medien«. Ihr Dissertationsprojekt trägt den Titel »Intimate Politics: The Couple and the American Democratic Project«. Ihr Interesse gilt Fragen von Gender, Genre, und Medien, insbesondere mit Blick auf das amerikanische kulturelle Imaginäre in Literatur, Film und Fernsehserien und die Intersektion von Literatur, Kulturtheorie und politischer Philosophie.

Pressestimmen

  • »Acht Aufsätze und Analysen ihrer sieben Regiearbeiten vermitteln darin ein gutes Bild nicht nur der Regisseurin Lupino. Es geht auch um die Entwicklung ihrer Screen Persona von ihren Anfängen im britischen Kino, über ihre Rollen in Hollywoods anglophiler Phase der späten Dreißiger und frühen Vierziger bis hin zum amerikanischen Icon. Schön herausgearbeitet werden dabei die Unterschiede zu Kolleginnen wie Greer Garson und Joan Fontaine, die dem viel stärker verhaftet blieben. Es geht um Lupinos »Eigenwilligkeit« vor und hinter der Kamera, um ihre Verwendung von Stilmitteln wie Plansequenzen, um die Kadrage, auch in ihren Fernseharbeiten. Ebenso werden die Paarbildungen am Ende ihrer Filme diskutiert, die sich vom traditionellen Happy End Hollywoods unterscheiden.« (Frank Arnold in epd Film).
  • »Ein Buch, das ihr Leben und Werk angemessen würdigt«, schreibt Hans Helmut Prinzler.

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