Gespenster der Technokratie

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Lars Robert Krautschick
Gespenster der Technokratie
Medienreflexionen im Horrorfilm
Medien/Kultur 10

314 Seiten, 30 teilweise farbige Fotos
Paperback, 14,8 x 21 cm
Artikelnummer 978-3-86505-390-9
Erschienen im Juni 2015

Technische Medien öffnen ein Portal zu gespenstischen Sphären: Zumindest im Horrorfilm benutzen Geister und Dämonen zunehmend Neue Medien, um das Diesseits zu kontaktieren. Was sagen derartige Konstellationen über unser Verhältnis zu den Neuen Medien aus? Spiegeln sich im Horrorfilm unsere Ängste angesichts einer »übermediatisierten Realität« wider?

Der Autor stellt anhand von Korrespondenzen zwischen Medientheorie und filmischer Inszenierung von geisterhafter Technologie die aktuellsten Gespenster der Technokratie vor. Er untersucht, in welcher Weise – und weshalb – der Horrorfilm des 21. Jahrhunderts technische Medien als zentrales Thema aufgreift. Video, Mobiltelefon und Internet – drei Medien, die dem User im Alltag allerorts auflauern – werden in Einzelfallanalysen amerikanischer und japanischer Filme in den Fokus gerückt. Probleme bei der filmischen Darstellung wirft hierbei ein Medium wie das Internet auf, dessen Oberfläche nicht abbildbar ist. So geht der Autor auch der Frage nach, auf welche Weise spezifische Medien im Film erscheinen und wie sie in Produktionen anderer Genres bereits visualisiert worden sind.

Leseproben

Der Autor

  • Lars Robert Krautschick, Dr. phil., geboren 1983, schloss 2009 mit seiner Magisterarbeit »Von einem Genre, das auszog, das Fürchten zu lehren – Analyse dramaturgischer und ästhetischer Mittel des Genres ›Horrorfilm‹ in Abgrenzung zu seinen Subgenres« an der Ludwig-Maximilians-Universität sein Studium der Theaterwissenschaft, Neueren deutschen Literatur und Philosophie ab. Er wirkte während seiner Studienzeit zudem künstlerisch in Münchens Off-Theaterszene. Neben seiner Anstellung bei dem Lehrqualifikationsprogramm PROFiL wie auch seiner Lehrtätigkeit am Institut für Theaterwissenschaft, beides an der LMU München, veranstaltete er diverse Symposien – wie das 27. Film- und Fernsehwissenschaftliche Kolloquium 2014 –, gab Anthologien zu kunstwissenschaftlichen Themen heraus – beispielsweise »produktion AFFEKTION rezeption« (2014) – und veröffentlichte national wie auch international Artikel auf verschiedensten Forschungsgebieten. Promoviert wurde er 2013 an der Universität Hildesheim in Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation am Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur.

Pressestimme

  • »Krautschicks Ausführungen sind ungemein kenntnisreich und immer dann besonders faszinierend, wenn er sich mit konkreten Filmbeispielen auseinandersetzt.« (TV Diskurs)
  • »Eine tiefgreifende und fundierte Abhandlung über einen wesentlichen Aspekt des modernen Genrefilms.« (Virus)
  • »Treten in traditionellen Geistergeschichten Fragen individueller oder kollektiv verdrängter Schuld in den Vordergrund – stehen sie also in einem starken Bezug zu vergangenem Geschehen – so gilt dies im Allgemeinen auch für die technikorientierten modernen Japanischen Horrorfilme, denn sie stellen ja in gewisser Hinsicht Variationen der ›alten Geschichten‹ dar. Allerdings kommen zu den Ängsten vor den Auswirkungen ungesühnter Schuld noch kollektive Gegenwarts- und Zukunftsängste hinzu, die ihre Symbolisierung in der Gestalt von Geistern und Phantomen finden. Dies wird sehr schön von Krautschick herausgearbeitet.
    Das Buch ist gut geschrieben. Der Autor ist erfreulich zurückhaltend in der Verwendung von Fachtermini [...]. Der Band bietet insgesamt einen reichen Fundus an Informationen zur Technikgeschichte, an medientheoretischen und filmanalytischen Überlegungen und nennt wertvolle Quellen für eine Vertiefung einzelner Aspekte. Obgleich sich das Buch vor allem an Kultur- und Medienwissenschaftler richtet, kommen auch diejenigen, die an kulturellen und zeithistorischen Ausprägungen von Geisternarrativen interessiert sind, auf ihre Kosten.« (Zeitschrift für Anomalistik)
  • Interviews/Texte

  • Lars R. Krautschick in einem Beitrag des Schweizer Fernsehens über Neue Medien im Horrorfilm.

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