Elisabeth K. Paefgen ist Literaturdidaktikerin und Literaturwissenschaftlerin. 1989 promovierte sie über die Geschichte des Echtermeyer, einer Gedichtanthologie, die seit 1836 erscheint. (Seit 2005 gibt sie zusammen mit Peter Geist eben diese Anthologie heraus.) 1994 erfolgte ihre Habilitation mit einer Arbeit über Lesen und Schreiben. Von 1994 bis 2003 hatte sie eine Professur für Deutsche Literatur und ihre Didaktik an der Universität Hannover inne. In dieser Zeit entstand die »Einführung in die Literaturdidaktik« (Sammlung Metzler, 2. neu bearbeitete Auflage 2006). Ihre Publikationen konzentrieren sich auf Arbeiten zu unterschiedlichen Feldern der Literaturdidaktik, zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts (insbesondere zu Uwe Johnson) sowie zu Beziehungen von Film und Literatur. Mit der Übernahme der Professur für die Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Freien Universität Berlin im Jahr 2003 hat sie den Bereich Literatur- und Filmdidaktik aufgebaut und in Forschung und Lehre kontinuierlich vertreten. Zu diesem Thema hat sie in den letzten Jahren einige Aufsätze publiziert.
Bettina Papenburg, Dr. phil., lehrt Gender Studies am Department of Media and Cultural Studies der Universität Utrecht in den Niederlanden. Von 2009 bis 2011 war sie Marie Curie Post-doctoral Fellow am Research Institute for History and Culture derselben Universität. Ihre Forschungsinteressen liegen an den Schnittstellen von Körperbildern, Kulturtechnologien, Performanzen des Grotesken, den Sinnen sowie der Kategorie »Geschlecht« .Sie ist Autorin der Monographie »Das neue Fleisch. Der groteske Körper im Kino David Cronenbergs« (2011) und Herausgeberin der Essaysammlung »Carnal Aesthetics: Transgressive Imagery and Feminist Politics« (2012).
Enno Patalas, geb. 1929, gründete 1957 die richtungsweisende Zeitschrift Filmkritik. 1962 erscheint die zusammen mit Ulrich Gregor geschriebene Geschichte des Films, 1963 die Sozialgeschichte der Stars, dazu viele Texte in Zeitschriften und Zeitungen, zahlreiche Fernsehfeatures vor allem zur deutschen Filmgeschichte, Übersetzungen, zumeist zusammen mit seiner Frau Frieda Grafe, aus dem Französischen (vor allem von Nouvelle-Vague-Autoren wie Truffaut, Godard, Rohmer). Bücher aus neuerer Zeit: »Alfred Hitchcock« (1999) und, als Herausgeber, die »Ausgewählten Schriften« von Frieda Grafe (bisher acht Bände). Zur Zeit arbeitet er an einem Forschungsprojekt an der Universität der Künste in Berlin über DVD als Medium kritischer Filmeditionen. Von 1963 bis 1994 leitete er das Münchner Filmmuseum und hat dort u.a die Rekonstruktion von Langs METROPOLIS und Murnaus NOSFERATU unternommen.
Julia Pattis, geboren 1980, Studium der Kulturwissenschaften und Ästhetischen Praxis an der Universität Hildesheim. Seit 2009 zunächst wissenschaftliche Volontärin, dann wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen. Publikationen und Texte für Ausstellungskataloge, u.a.: »Zwischen Wissenschaft und Reliquienkult: Totenmasken und Fotografie im 19. Jahrhundert« (in: Rundbrief Fotografie Nr. 15/2008), »DAK’ART. Die 8. Biennale zeitgenössischer afrikanischer Kunst« (Ausstellungskatalog, ifa Berlin 2009), »Talents. On the Lakeshore … and other stories« (Ausstellungskatalog C/O Berlin 2011) sowie Ko-Herausgeberin von »Die Lust am Genre. Verbrechergeschichten aus Deutschland« (mit Rainer Rother).
Winfried Pauleit ist Professor an der Universität Bremen mit den Arbeitsschwerpunkten Film- und Medienwissenschaft sowie Vorsitzender der Bremer Akademie für Film und Medien. Wichtigste Publikationen: Das ABC des Kinos. Foto, Film, Neue Medien (2009); »Filmstandbilder. Passagen zwischen Kunst und Kino« (2004). Unter seiner wissenschaftlichen Leitung erscheinen die Publikationen des Internationalen Bremer Symposiums zum Film im Verlag Bertz + Fischer: »Public Enemies« (2011); »Learning from the Cinema: International Perspectives on Film Education« (2010); »Cinema Dreams: Projection. Imagination. Vision« (2009); »Word and Flesh: Cinema Between Text and the Body« (2008). Er ist außerdem Mitherausgeber des Internetmagazins Nach dem Film, der Zeitschrift Ästhetik & Kommunikation sowie Herausgeber der Bremer Schriften zur Filmvermittlung.
Lars Penning arbeitet als freier Journalist u.a. für die tageszeitung und den tip. Essays und Beiträge in »Mitchum/Russell« (1991), »Alfred Hitchock’s PSYCHO« (1993), »Hollywood Professional. Jack Arnold und seine Filme« (1993), »Clint Eastwood. Der konservative Rebell« (1996), »Kim Novak« (1997), »Filme der 80er« (2002), »Dirty Harry. Don Siegel und seine Filme« (2003), »Experimente in Hollywood. Steven Soderbergh und seine Filme« (2003) und »Filme der 70er« (2003).
Stefan Pethke hat die deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin absolviert und arbeitet als Filmschaffender in Berlin. Er ist Projektleiter des Forschungsprojekts »Kunst der Vermittlung«.
Valérie Pozner, Filmwissenschaftlerin, Mitarbeiterin des Centre national de la recherche scientifique (ARIAS), Paris, Spezialistin für russischen und sowjetischen Film, Präsidentin der Association française de recherche sur l’histoire du cinéma; Autorin und Herausgeberin u.a. von »Le studio Mejrabpom« (Das Studio Meschrabpom, 1995), »Le muet a la parole« (Das Stumme und die Sprache, 2005) und »Kinojudaica. L‘image des Juifs dans le cinema de Russie et d‘Union Sovietique« (2012). Lebt in Paris.
Anna Maria Praßler, geboren 1983 in Lauingen, studierte Filmwissenschaft, Theaterwissenschaft sowie Psychologie in Berlin, Los Angeles und Bologna. Nach ihrem Magisterabschluss mit einer Arbeit über die Narration und Ästhetik des neueren Hollywoodfilms schloss sie einen zweijährigen Aufbaustudiengang im Fach Drehbuch an der Filmakademie Baden-Württemberg an. In dieser Zeit entstand nach ihrem Buch der Film FÜR MIRIAM, der 2009 auf der Berlinale Premiere feierte. Neben Drehbüchern schreibt sie auch Prosa, so war sie 2011 mit einer Kurzgeschichte für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. Die Verfilmung ihres ersten Langfilmdrehbuchs SCHULD SIND IMMER DIE ANDEREN nimmt Anfang 2012 am Wettbewerb um den Max-Ophüls- Preis teil. Anna Maria Praßler lebt in Berlin.
Hans Helmut Prinzler, geb. 1938, deutscher Filmwissenschaftler und Autor; von 2000 bis 2006 Direktor des Filmmuseums Berlin – Deutsche Kinemathek. Seit 2006 im Ruhestand, aber keineswegs untätig (mehr auf seiner eigenen Webseite).